Bernhard Kathan
ZUFÄLLE. EINFÄLLE. FÜGUNGEN
mit Martin Breindl, Günter Gstrein, Jeannot Schwartz, Saba Skabernè, Andrea Sodomka, Günther Zechberger u.a.
Ausstellungsdauer: 9.5. – 14.6.2026
Eröffnung: Freitag, 8.5.2026 um 19 Uhr
Für die Einzelausstellung im Künstlerhaus Bregenz wurde der gebürtige Vorarlberger Bernhard Kathan eingeladen und präsentiert nun vom 9. Mai bis 14. Juni 2026 seine Werkschau „ZUFÄLLE. EINFÄLLE. FÜGUNGEN“. Die Ausstellung dokumentiert 57 Projekte, die meist in Zusammenarbeit mit anderen Künstlerinnen und Künstlern entstanden sind – so zum Beispiel Martin Breindl, Günter Gstrein, Jeannot Schwartz, Saba Skabernè, Andrea Sodomka und Günther Zechberger.
Anstelle von Gemälden, Fotografien oder Installationen im herkömmlichen Sinn werden Artefakte von Projekten gezeigt, die mit künstlerischen Mitteln realisiert wurden, ohne dabei stets als Kunst erkennbar gewesen zu sein. Ohne klare Urheberschaft oder Erklärungen angelegt, sollten sie Wahrnehmungen irritieren und Deutungen hinterfragen. Im Ausstellungskontext werden nun ergänzende Hinweise gegeben, um die Arbeiten zugänglich zu machen. Kathans Ansatz verbindet Kunst und Wissenschaft, ist prozesshaft angelegt und lädt dazu ein, über die Rolle von Kunst in einer sich wandelnden Welt nachzudenken.
„Denkt man an eine Ausstellung, dann an Kunst, also an Gemälde, Fotografien, Objekte, Installationen und dergleichen. Kunstwerke im eigentlichen Sinn sind hier nicht zu sehen, nur Artefakte von Projekten, die mit Mitteln der Kunst auf diese oder jene Weise durchgeführt wurden. Die meisten der hier erwähnten Projekte waren nicht als Kunst kenntlich. Sie wurden auch nie erklärt, mag ich auch mit Textsorten gearbeitet haben. Oft genug fehlte jeder Hinweis auf den oder die Urheber. Die Projekte sollten sich selbst behaupten, im besten Fall manche Sichtweisen brechen, Deutungen des jeweiligen Publikums unterlaufen. In einem musealen Kontext funktioniert das nicht, sind doch die ursprünglichen Orte wie die sozialen Felder abhanden gekommen. Zwangsläufig muss ich mir gesetzten Regeln zuwiderhandeln und einige Hinweise geben, etwa Angaben zur jeweiligen Projektgeschichte machen. Aber ich hoffe doch, dass sich die eine oder andere Frage aufdrängen wird, etwa zu den Möglichkeiten von Kunst in unserer sich dramatisch verändernden Welt.“ Bernhard Kathan
Fotos: Florian Raidt


















































































































































